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Produktiv schreiben – zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Stimmung

Vielleicht schreibst du gerade an einem E-Book oder bereitest deinen Blogartikel vor. Du kommst ins Stocken, du kommst nicht weiter und weißt nicht, wie du am besten wieder in den Schreibfluss kommst. Hier habe ich ein paar Ideen für dich zusammengeschrieben, die dir helfen wieder produktiver zu schreiben.

Manchmal fällt einem das Schreiben leicht und die Ideen sprudeln einfach nur so heraus, aber dann gibt es wieder Zeiten, in denen das Schreiben zur Qual wird und nichts weitergeht. Immer wird nach Möglichkeiten gesucht, wie man das Arbeiten produktiver gestalten kann und  genauso versuchen Autoren ihr Schreiben positiv zu beeinflussen bzw. zu verbessern.

Es gibt drei Faktoren, die einen großen Einfluss auf die Produktivität beim Schreiben haben.

 

ZEIT.

Wann schreibst du? Schreibst du immer zur selben Zeit, oder schreibst du, wann immer du gerade Zeit und Lust hast?

Einige Autoren sagen, sie schreiben besser am Morgen, andere wiederum bevorzugen den Abend oder die Nacht. Es gibt keine goldene Regel. Das Beste ist, du probierst es einfach aus. Für ein paar Tage schreibst du immer zur gleichen Zeit am Morgen und dann am Abend. So kannst du am schnellsten herausfinden, ob du ein Morgenmensch oder ein Nachtmensch bist, wann deine Zeit zum Schreiben ist.

In Interviews mit Autoren habe ich erfahren, dass die Mehrheit der Sachbuchautoren die Morgenstunden zum Schreiben nutzt.

Begründet haben sie es immer damit, dass am Morgen die Gedanken noch frei von Stress und Alltagssorgen sind. Dadurch kann man die Ideen leichter in Worte fassen und das Schreiben geht schneller von der Hand.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Einteilen der Schreibzeit in Blöcken. Reserviere dir ein oder zwei Stunden, die du ungestört zum Schreiben nutzen kannst. Es hilft dir konzentriert zu bleiben und dein Schreibpensum zügig zu erledigen. Am besten du trägst dir deinen Termin „Schreiben“ in den Kalender ein und behandelst ihn wie einen Geschäftstermin. Mach die Türe zu, schalte das Handy aus und schließe Facebook &Co. Ich schreibe am liebsten am Morgen von 05.30 Uhr bis 07.00 Uhr, da ist es noch ruhig im Haus und ich kann ungestört meine Schreibarbeit erledigen.

Wenn du für das Schreiben feste Zeiten einplanst und dies regelmäßig machst, dann wird es zur Routine.

Routinearbeiten fallen uns leichter, wir können uns nach einer gewissen Anlaufzeit leicht auf sie einstellen. Nach einigen Wochen wirst du ohne viel nachzudenken dich in der Früh zum Computer setzen und zu schreiben beginnen.

 

ORT.

Wo schreibst du am besten? Abgeschottet, zurückgezogen im kleinsten Zimmer oder dunklem Keller? Es muss nicht jedes Klischee bedient werden.

Wenn du ernsthaft schreiben möchtest, dann sollte der Schreibplatz ein Ort sein, an dem du dich wohl fühlst. Wo du ungestört und in angenehmer Atmosphäre schreiben kannst. Der Schreibtisch sollte frei sein von anderen Aufgaben, jeglichen To-Do-Listen und allen anderen Ablenkungen. Gestalte dir deine Arbeitsumgebung so, dass du fokussiert arbeiten kannst. Alle Unterlagen, die du zum Schreiben brauchst, sollten griffbereit in unmittelbarer Nähe liegen.

Manche Autoren haben ihren Schreibtisch vor dem Fenster stehen, einige in der Ecke oder vor einer Wand, wo sie die Gliederung und ihre Notizen angebracht haben.

Andere wiederum schreiben gerne im Kaffeehaus. In Österreich gibt es ja viele Beispiele von Autoren, die Teile oder sogar ganze Bücher in Cafés geschrieben. In der heutigen Zeit ist das ja kein Problem mehr, mit dem Laptop wird jeder Tisch schnell zum Arbeitsplatz.

Ich kenne einige Autoren, die nach 2 Stunden einen Ortswechsel brauchen, um weiter produktiv schreiben zu können. Ein Autor hat es sicher zur Gewohnheit gemacht, in der Früh zwei Stunden zu Hause zu arbeiten. Danach geht er in ein Kaffeehaus und arbeitet weitere zwei Stunden. Mit dieser Routine hat er bereits drei Bücher geschrieben. Am wichtigsten ist, dass du den für dich geeigneten Platz findest und dazu musst du am Anfang  einfach ein bisschen herumprobieren.

 

STIMMUNG.

Wer den Kopf voll mit Sorgen und Gedanken an andere Projekten hat, wird sich schwer tun mit dem Schreiben weiterzukommen. Wenn du an einem Buch oder Artikel arbeitest, musst du gleichzeitig Fachwissen abrufen und kreativ sein. Daher ist es wichtig, alle überflüssigen und hemmenden Gedanken während deiner Schreibzeit beiseite zu lassen. Darum schreiben viele Autoren am Morgen, wo sie sich am freiesten fühlen und sie in einer produktiven Stimmung sind.

Wem die Geräuschkulisse eines Kaffeehauses zu viel ist, um kreativ zu sein, der kann es ja einmal mit Musik versuchen. Viele Autoren sind extrem stimmungsabhängig und hören inspirierende Musik beim Schreiben. Im Internet gibt es genügend Möglichkeiten die passende Musik zu finden. Achte darauf, instrumentale Musik bzw. Musik mit Gesang, wo du den Text nicht verstehst, zu verwenden. Sobald du Lieder hörst, deren Texte du verstehst, wird dein Unterbewusstsein diese aufnehmen und in deine Schreibgedanken einarbeiten. Manchmal kann es stimulierend sein, aber viel zu oft wirkt es ablenkend.

Gehe nicht mit der Einstellung produktiv sein und zehn Seiten schreiben zu müssen ans Werk. Es ist besser, wenn du es als tolle Möglichkeit siehst, Wissen weiterzugeben und den Lesern Nutzen zu geben. Nach einer gewissen Zeit wird das Schreiben zur Routine werden und du wirst automatisch in den „Schreib-Modus“ wechseln.

Am Anfang fällt es dir vielleicht schwer, aber nach ein paar Tagen wirst du dich einfach hinsetzen und ohne viel nachzudenken zu schreiben beginnen. Es ist, als würdest du einen Schalter umlegen und in die Schreibwelt eindringen.

Das oberste Ziel für Autoren ist es, bewusst oder unbewusst, eine Schreibroutine zu erschaffen, denn dann sind sie produktiv und können die Zeit effektiv nutzen.

Ich hoffe, ich habe euch damit ein paar Ideen und Anregungen gegeben. Einfach ausprobieren.

1 Antwort
  1. Frank
    Frank says:

    stimmt – ich persönlich versuche „Flow-Zustände“ zu nutzen. Wenn mir grad was Gutes einfällt, schreib ich. Wenn es „fließt“, dann schreib ich weiter, wenn nicht, dann hör ich auf zu schreiben.

    Antworten

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